ULRIKE SCHÄFER

- Heilpraktikerin -   Ganzheitliche Therapien, Darmsanierung und Krankheitsprävention

Mein Gastbeitrag im Artikel "Ameisensäure: 6 Beschwerden, die Sie damit behandeln können" von www.liebenswert-magazin.de - vom 24.05.2017

Ich durfte die Redaktion des Online-Portals www.liebenswert-magazin.de  freundlicherweise mit meinem Heilpraktiker-Fachwissen unterstützen. Es geht dabei um einen Artikel zu den Therapiemöglichkeiten von Ameisensäure, welche als homöopathisches Mittel (Acidum formicicum) ein breites Behandlungsspektrum von Allergien, Atemproblemen, Erschöpfung, Schwindel bis hin zu Gelenkschmerzen und Rheuma aufweist. 

Hier ein Auszug aus dem Artikel: 
"Nach der Lehre der Homöopathie wird Ähnliches mit Ähnlichem behandelt. Aus diesem Grund ist der homöopathische Therapieeinsatz von Ameisensäure vor allem bei Erkrankungen der Gelenke, Muskeln, Bänder und Schleimhäute oder auch der Haut, wenn diese Beschwerden wie Rötungen, Schwellungen, Schmerzen und Juckreiz hervorrufen", erklärt Heilpraktikerin Ulrike Schäfer aus Hamburg. Außerdem wirkt Ameisensäure als Umstimmungsmittel. Das heißt, der Körper wird dazu angeregt weniger sensibel auf bestimmte Reize zu reagieren. Um diesen Zustand zu erreichen, muss die Ameisensäure über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Den ganzen Artikel findet ihr hier bei www.liebenswert-magazin.de 

Viel Spaß beim Lesen. 


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"Neurodermitis - wenn die Haut „aus der Haut fährt“ - von HP Ulrike Schäfer, 28.04.2017

Neurodermitis, auch als „atopische Dermatitis“ oder „endogenes Ekzem“ bekannt, ist eine für die betroffenen Menschen physisch und psychisch sehr belastende Erkrankung. 

Vor allem zeigt sich die Erkrankung durch starken Juckreiz an den betroffenen Hautstellen. Diese befinden sich an den oft beobachten Prädillektionsstellen wie Hals- und Gesichtsbereich, Armbeugen, Kniekehlen. Die Patienten haben außerdem eine sehr empfindliche, meist trockene Haut mit Schuppungen. Durch den  ausgeprägter Juckreiz und das ständige Kratzen der Hautstellen werden diese weiter geschädigt und es kommt zu vermehrten Entzündungen. Die Haut der Patienten fleht förmlich um Hilfe und zeigt seine Überreaktion nach außen. Für die Betroffenen entsteht ein Teufelskreis, der sich oft auch auf die Psyche der Patienten auswirkt. Dabei sind die Aspekte zur Entstehung der Neurodermitis sehr vielschichtig und teilweise von Patient zu Patient in ihrer Gewichtung unterschiedlich. 

Ursächlich für die Entstehung ist in den meisten Fällen eine genetische Störung der natürlichen Barriere-Funktion der Haut, sodass es zu einer zunehmenden Durchlässigkeit der Hornschicht kommt. Zudem besteht eine Unterfunktion der Talg- und Schweißdrüsen, was zu den typischen trockenen, juckenden Hautstellen und glanzlosen Haarwuchs führt. 

Wie entsteht eigentlich eine Neurodermits? 

Fehlende immunsystemmodulierende Faktoren wie ungesunde Ernährung, aber auch Kaiserschnitt oder Flaschennahrung bei Säuglingen sind offenbar weitere Aspeket zur Neurodermitisentstehung. Neurodermitis ist eine Erkrankung des sogenannten „atopischen Formenkreises“, wozu auch Allergien, der „Heuschnupfen“ und Asthma bronchiale gezählt werden. Allen Erkrankungen des atopischen Formenkreis ist gemein, dass das Immunsystem „aus dem Ruder läuft“ und dann auf harmlose Substanzen überschießend reagiert. Daher ist eine genetische Veranlagung atopischer Erkrankungen im familiären Umfeld sehr oft zu finden. Dies bedeutet aber nicht, dass eine Neurodermitis oder eine andere Erkrankung des atopischen Formenkreises entstehen muss. 

Neurodermitis kann bereits im Säuglingsalter im bzw. ab dem 3. Lebensmonat als sogenannter „Milchschorf“ entstehen. Hier zeigen sich die symptomatischen Hautstellen an Stirn, Wangen, behaarten Kopf oder auch Ellenbogen oder Knien. Aber auch im späteren Jugend- und Erwachsenenalter kann sich die Symptomatik erst entwickeln. Dann finden sich die juckenden, vergröberten Hautstellen am Haaransatz und Gesicht, Hals, Händen, und Gelenkbeugen (z. B. Ellenbeuge oder Kniekehle). Häufig „verwächst“ sich die Erkrankung bei Kindern mit der Pubertät. 

Die bereits erbliche Veranlagung zu atopischen Erkrankungen können ein grundsätzlicher Faktor sein. Meist kommen aber psychische Aspekte als Auslöser hinzu, wenn man die Lebenssituation des Betroffenen genauer analysiert. Dies können Mutter-Kind-Beziehungsfaktoren, familiäre Belastungssituationen oder negative Stressformen anderer Umfelder sein, die einen am liebsten aus der eigenen „Haut ausbrechen“ lassen wollen oder „unter die Haut gehen“. 

Vermeiden von Schüben und Behandlung der Neurodermitis. 

Grundsätzlich sollten Betroffene in sich hineinhören, was in ihrem Leben passiert ist, als die ersten Symptome einsetzten. Dies ist ein wichtiger und kausaler Therapieansatz. Fragen wie „was lässt mich aus der Haut fahren?“, „Welche Situationen gehen mir unter die Haut?“, „Wo sage oder zeige ich nicht was ich denke/fühle, sondern halte mich zurück?“

Zudem sollten Betroffene auslösende und verschlimmernde Faktoren meiden und persönliche Wege gefunden werden, diese Auslöser einzudämmen. Stressmanagement ist in vielen Fällen sehr hilfreich. Das können Achtsamkeitsübungen und Meditation, Yoga, aber auch regelmäßiger Sport sein, um Stress abzubauen. Denn zu viel Stress ist schädlich für unser Immunsystem.

Darüber hinaus sind regelmäßige Aufenthalte an der frischen Luft, v. a. an der See oder in den Bergen auf Grund des Klimas hilfreich. Hydrotherapie mit Öl- und Teerbäder, sowie halbfette und fette Salben können den quälenden Juckreiz Lindern und die Haut schützen. Grundsätzlich sollte auf alles verzichtet werden, was die Haut austrocknet (z. B. alkoholische Lösungen oder alkalische Seifen, häufige Schwimmbadbesuche in chlorhaltigem Wasser, etc.). Wohltuend sind fettende Cremes mit Zink, Urea (z. B. Numismed Körperlotion Urea 5 % von Mann & Schröder) und Kamille (z. B. Hewekzem Novo Heilsalbe N von Hevert). Der Dermatologe verordnet v. a. in schweren Schüben Cortisol-haltige Cremes, die schnelle Symptomlinderung bringen. Jedoch sollten die Ursachen grundsätzlich für eine langfristige Besserung der Erkrankung betrachtet werden. Wichtig ist dabei auch die richtige Kleidung. Atmungsaktive Textilien und Baumwollstoff können einen Wärmestau auf der Haut und damit den Juckreiz reduzieren.

Um das überreagierende Immunsystem grundsätzlich wieder ins Gleichgewicht zu bringen, ist es wichtig von Innen heraus den Darm zu behandeln (Darmsanierung) und die Darmflora wieder gezielt aufzubauen. Eine Behandlung der Darmflora kann bereits im Säuglings- oder Kindesalter durchgeführt werden und sinnvoll zur Unterstützung der medizinischen Behandlung sein. Denn die Darmflora mit den vielfältigen Darmbakterien ist existentiell wichtig für ein gesundes und stabiles Immunsystem und sollte daher in der Therapiestrategie bei Neurodermitis einen erheblichen Anteil haben. 

Dazu wird die Darmflora mittels Stuhlanalyse bestimmt. Im Anschluss erfolgt eine gezielte Therapie mit den „wichtigen und guten Bakterien“ als orale Gabe in Form von Kapseln oder Pulvern, die in Wasser aufgelöst getrunken werden. Wichtig ist dabei, dass eine gesunde Ernährung mit natürlichen, unbehandelten Lebensmitteln in Form von Gemüse, Obst eingehalten wird. 

Alkohol, Nikotin und Fertigprodukte sollte dabei unbedingt vermieden werden, denn sie verschlimmern die quälende Symptomatik nachweislich. Aber auch Gewichtsreduktion auf ein gesundes Körpergewicht sind dabei essentiell.

Ergänzend, also komplementär, können auch naturheilkundliche Therapien für Patienten in der Behandlung hilfreich sein, wie z. B. Homöopathie, Akupunktur, Anthroposophische Medizin, Verhaltenstherapie, etc. 

Hören Sie auf das, was Ihnen gut tut, damit Sie sich in Ihrer Haut wieder wohl fühlen.  

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"Antibiotikatherapie und wiederkehrende Atemwegs- und Urogenitalinfekte durch reduzierte Darmflora" von HP Ulrike Schäfer, 14.04.2017 

Antibiotika kann hilfreich sein bei schweriegenden bakteriellen Infekten und Erkrankungen. Keine Frage, dies ist in vielen Studien wissenschaftlich bewiesen. Doch Antibiotka tötet dabei nicht nur die "bösen", krankheitsverursachenden Bakterien, sondern auch alle "guten" Bakterien ab, die der menschliche Körper so sehr benötigt. Dazu gibt es bereits viele verschiedene Studien. 

Foto: iStock

Dabei muss man wissen, unser Organismus beherrbergt rund 1,5 kg Bakterien, mit welchen wir in Symbiose leben. Ohne diese Bakterien (auch Mikrobiota genannt), wäre ein Überleben für uns Menschen gar nicht möglich. 

Bakterien leisten eine Vielzahl von Aufgaben und sind existentiell als Darmflora, um ein gesundes Milieu im Rahmen der Verdauung und Verstoffwechslung zu gewährleisten. Sie steuern und "trainieren" außerdem das Immunsystem, welches zu rund 80 % im Darm angesiedelt ist. 

Das Immunsystem wiederum ist - wie wir alle wissen - wichtig für sämtliche Vorgänge im Körper, um diesen vor negativen Eindringlingen wie Viren, Pilze, Bakterien, Toxine etc. zu schützen. Ist das Immunsystem gestört oder beeinträchtigt, so können diese Eindringlinge ihr Unwesen treiben und unsere Gesundheit - tlw. auch schwerwiegend - gefährden. 

Tägliche Dosis "Antibiotika"?

Heute sind aber auch Antibiotika in unserem Essen, v. a. in Fleisch- und Wurstwaren aus Massentierhaltung zu finden. Dies führt dazu, dass bei regelmäßigem Verzehr, der Mensch immer ein bisschen Antibiotika Tag für Tag zu sich nimmt - quasi eine "Dauertherapie". (siehe auch "Resistenzraten gegen Antibiotika bleiben weiterhin hoch" - Quelle: aerztezeitung.de) . Darüber hinaus wird immer öfter Antibiotika bei harmlosen Atemwegsinfektionen verschrieben, weil Patienten glauben, dass sie unbedingt etwas einnehmen müssen, um vermeintlich "schneller" gesund zu werden. Dabei sind die meisten Atemwegsinfektionen viral bedingt, wo Antibiotika nicht wirken kann. 

Naturheilkundliche Therapien zur nachhaltigen Reduktion von Infektionen

Dabei gibt es viele andere Möglichkeiten den Heilungsprozess des Virusinfekt zu fördern. Angefangen von der körperlichen Schonung, die unabdingbar ist. Zudem gibt es natürliche "Antibiotika-ähnlichen" Wirkstoffe, die sowohl Viren als auch Bakterien den Gar ausmachen und die körperliche Genesung fördern - ohne große, belastende Chemiekeule. 

Meine Erfahrung in der Praxis zeigt, dass Menschen, die nach einer Antibiotika-Einnahme sehr oft wiederholt neue Infektionen in kurzen Abständen erleiden, tlw. sogar 3 - 5 weitere Infekte innerhalb von wenigen Wochen und Monaten. Dabei ist überwiegend der selbe Kreislauf zu beobachten: Antibiotika - Genesungsphase - gesund für 2 - 6 Wochen - neue Infektion. Dies ist v. a. bei Atemwegsinfektionen (Erkältungen, grippale Infekte) wie auch bei Blasenentzündungen (sog. Zystitis) häufig. Bei Frauen, die Antibiotika eingenommen haben, folgt auf direktem Fuße oft eine vaginale Pilzinfektion, die nicht nur unangenehm ist und die Krankheitsphase verlängert.

All dies würde sich vermeiden und die Reinfektionen reduzieren lassen, wenn hier neben der körperlichen Schonung auf alternative Therapien zurückgegriffen würde, die die Darmflora nicht schädigen. Und sollte dennoch Antibiotika verabreicht werden müssen, sind ergänzend bzw. direkt nachfolgende Darmsanierungsmaßnahmen unbedingt erforderlich, um den Kreislauf der wiederkehrenden Infekte nachhaltig zu durchbrechen. 

Dies wurde schon in einer US-Studie aus 2010 (PNAS Sept 2010, Quelle: apotheke-adhoc.de) sehr deutlich, wie wichtig eine gesunde Darmflora ist bzw. wie langfristig Antibiotika die Darmflora und damit das Immunsystem schädigt.

Daher unterstütze ich Patienten in meiner Praxis bei wiederkehrenden Infektionen der Atemwege und des Urogenitalsystems mit entsprechender Mikrobiologischer Therapie und Darmsanierung. Mehr dazu unter findet ihr unter "Mikrobiologische Therapie". Die bisherigen Behandlungen zum Wiederaufbau einer gesunden Darmflora haben mich und die Patienten überzeugt.


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